25. Mai 2020 | Nachwuchs

Jugendarbeit & Training im Zeichen von Corona
Seit Monaten hält uns in Deutschland der Coronavirus in Atem und verändert unseren gewohnten Alltag, wie auch unser soziales Leben. Die Folgen des Virus haben dabei selbstverständlich auch vor dem Nachwuchstraining nicht Halt gemacht.
Bereits seit Anfang März haben wir uns mit möglichen Alternativen und an die Infektionslage angepassten Trainingsangeboten beschäftigt, um das Sommertraining auf der Straße trotz Corona anbieten zu können. Kaum hatten wir eine vertretbare Lösung erarbeitet, kam dann aber leider alles doch ganz anders…

Auf die Empfehlung des Landessportbundes, gemeinsame Trainingsaktivitäten einzustellen, folgte am 22. März der bundesweite „Lockdown“, der nun leider endgültig jegliches gemeinsame Training unterband. Was also tun? Die Lösung konnte vorerst nur in einem individuellen Training liegen. Viel konnten wir als Verein in dieser Zeit also leider nicht für unsere Kids und Jugendlichen tun, zumindest nicht so viel, wie wir es gern würden! Aber ein paar Dinge gab es dann doch. Neben dem Angebot, während des Lockdowns Trainings-Rollen aus Vereinsbeständen mit nach Hause zu nehmen und zu nutzen, standen insbesondere Raphael und Jan-Christoph für Fragen und Unterstützung bereit und versuchten, die Sportler so gut es geht auf dem Laufenden zu halten. Raphael unterstützte unsere älteren und ambitionierten Fahrer zudem bei Interesse mit individuellen Trainingsplänen.

Motiviert durch die Krise

Da der Lockdown für uns alle etwas völlig Neues und Ungewohntes ist, waren wir naturgemäß unsicher, ob und wie sich gerade auch die Kleineren unter unseren Sportler auf das individuelle Training einlassen würden. Umso beeindruckender waren für uns die Berichte, die nach und nach von den Kids eintrudelten. Um nur ein paar Beispiele zu nennen:

Joèline als eine unserer Jüngsten trainierte regelmäßig mit ihrer Mutter auf einer Strecke zwischen Celle und Winsen (Aller). Auch Matteo, selbst noch gar nicht so lange im Verein dabei, war fleißig im hügeligen Süden und Südwesten der Region unterwegs und umrundete auch ohne das Rennrad regelmäßig den Maschsee, um sich fit zu halten. Unser amtierender Landesmeister und U15er Hendrik trainierte nahezu täglich – manchmal gar mit mehreren Einheiten pro Tag – auf Strecken von meist 30 km Länge. Und auch Jonah ließ sich nicht lumpen, trainierte im 2-Tages-Rhythmus auf unterschiedlichsten Strecken der Region, sodass bereits in den ersten 4 Wochen des Lockdowns mehr als 1.000 Trainings-Kilometer zu Buche standen. Allen sei daher gesagt: Hut ab vor Eurer Leistung und Eurem Trainingseifer!

Re-Start im Mai

Trotz des großen Eifers aller Beteiligten, sich trotz der Beschränkungen fit zu halten und individuell zu trainieren war natürlich eines klar. Wir alle wurden, bestärkt durch die stetig steigenden Temperaturen und die zunehmende Dauer der Zwangspause, immer ungeduldiger und fieberten dem Wiedereinstieg in das gemeinsame Training entgegen. Endlich wieder in der Gruppe trainieren, sich gegenseitig anspornen, unterstützen, voneinander lernen und miteinander Spaß haben – kurzum #GemeinsamSchneller sein!

Und dann war es endlich soweit. In einer Videokonferenz der Bundeskanzlerin mit den Regierungschefinnen und -chefs der Länder am 6. Mai 2020 wurden die Weichen für einen Wiedereinstieg in den gemeinsamen Freiluftsport gestellt. Allerdings war dies geknüpft an verschiedene Vorgaben, die auch gegenwärtig noch Gültigkeit besitzen. Der BDR, dessen Empfehlungen wir uns als Radsportverein verpflichtet sehen, hat diese allgemeinen Regeln noch einmal konkretisiert.

Unter Beachtung dieser Vorgaben mussten wir nun also so schnell wie möglich wieder das Training aufnehmen! Bei der Erarbeitung eines Trainingskonzepts merkten wir allerdings schnell, dass die Umsetzung dieser Vorgaben keine ganz einfache Aufgabe werden würde. Aber dank der Kreativität unserer Trainer Raphael und Simon hatten wird dennoch schnell ein tragfähiges Modell erarbeitet. Statt wie gewohnt drei Trainingseinheiten auf der Straße setzt sich das Wiedereinstiegstraining aus einem modifizierten Straßentraining am Dienstag und einem gemeinsamen Rollentraining im Freien vor dem Clubhaus am Donnerstag zusammen. Für das Straßentraining wurde extra eine verkehrsarme Trainingsrunde zwischen Ronnenberg und Gehrden ausfindig gemacht, auf welcher „gemeinsam individuell“, also unter Einhaltung der Mindestabstände, trainiert werden kann.

Am 12. Mai, nicht einmal eine Woche nach dem bundesweiten politischen Beschluss, war es dann endlich soweit – das erste gemeinsame Training seit Monaten stand an und war ein voller Erfolg! Insgesamt 10 Fahrer trainierten mit zwei Trainern auf der Ronnenberger Runde Zeitfahren und bewiesen dabei ihre teils tolle Form. Und viel wichtiger noch: Alle hielten sich ohne Murren und wie selbstverständlich an die strengen Vorkehrungen. Großen Respekt dafür!

Jetzt Mitglied werden!

Du bist radsportbegeistert und suchst Mitstreiter für deine große Leidenschaft? Dann werde jetzt Mitglied in Hannovers größtem Radsport Verein, denn wir sind #GemeinsamSchneller!

Die Mitgliedschaft für Kinder und Jugendliche bis zum 16. Lebensjahr ist übrigens kostenlos.

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