29. Apr 2020 | Nachwuchs

Aus Alt mach Neu – Voller Einsatz in Krisenzeiten
Mitte März traf uns die angeordnete Einstellung des Trainingsbetriebes aufgrund der Covid-19-Pandemie wie ein Schlag. Doch in der Vorstellung, sich jetzt still und heimlich aus dem Staub zu machen, hatten sich unsere Trainer geschnitten.

Im Radsport zieht bekanntlich neben ambitioniertem Training auch das richtige Material viel Beachtung auf sich. Auch für unsere Jugendabteilung, welche kostengünstig Rennräder des Vereins an junge Sportler verleiht, spielt dieser Aspekt eine wichtige Rolle. Es ist offensichtlich: Auf einer fabrikneuen Rennmaschine ist das Fahrgefühl ein völlig anderes, wenn wir uns zum Vergleich auf ein in die Jahre gekommenes Rennrad mit jahrelang zurückliegender Wartung setzen. Vergessen wir die Pflege und Wartung des Antriebs, dann melden sich schnell Kette und Schaltung zu Wort. Die Laufräder wiederum wollen mit der Zeit partout nicht mehr von allein rund laufen. 

Was also tun? Jährlich Neuräder zu erwerben, ist für einen „kleinen Radsportverein“ aus Niedersachsen finanziell schlicht keine Option. Die Wartung findet bei uns nach Kräften in Eigenarbeit statt, doch auch damit ist nicht jeder Schaltsatz, nicht jedes Laufrad zu retten. Die Rahmen selbst wiederum sind im Regelfall auch nach einem Jahrzehnt noch in funktionell einwandfreiem Zustand. Warum also nicht die betroffenen Bauteile auf den aktuellen Standard modernisieren?

Gesagt, getan. Nach einem erfolgreichen Antrag auf Sportgeräteförderung des SSB Hannover war es Zeit für vier aktuelle SHIMANO 105-Schaltgruppen und fabrikneue Laufräder passend zur 11-fach Schaltung. Dank der Unterstützung durch KEHA Sport stand kurze Zeit später ein Stapel Kartons im Clubhaus.

Unter „normalen“ Umständen wären derzeit drei Trainingstermine in der Woche für unsere Jugend angesetzt, Renntermine an vielen Wochenenden kämen noch dazu. Doch auch ohne diesen „Normalbetrieb“ ging es  für unsere Trainer vor einigen Wochen erst so richtig los mit dem Zeiteinsatz. Verfügbare Leihräder wurden von Jakob, Johannes, Simon und Raphael auf ihren Zustand überprüft, gewartet und repariert – selbstverständlich zeitversetzt sowie unter Beachtung aller derzeit gebotenen Vorsichtsmaßnahmen.

Das Sahnehäubchen aber: Aus Alt mach Neu. Einige Räder wurden von ihren Schaltgruppen aus früheren Zeiten, teilweise mit 8-fach Schaltwerken, befreit. Spätestens zur Montage der neuen Gruppen leistete uns die begrenzte Übersetzung Gesellschaft, zu der schon viele Eltern junger Rennfahrer eine Hassliebe entwickelt haben sollten. Mit Rädern für vier unterschiedliche Altersklassen durften wir mit dem Latein noch lange nicht am Ende sein. Es wurde gerechnet, gefettet, montiert, demontiert, getauscht, verrechnet, geflucht. Zum Ende dieser unendlich erscheinenden Geschichte blinken sie im Hochglanz, die „neuen alten” Rennmaschinen.

Ganz besonders zu danken haben wir dem Stadtsportbund Hannover für die Förderung dieser Upgrades, KEHA Sport für die gewohnt unkomplizierte Abwicklung und insbesondere Carsten Webel, der uns aus seinem Privatbesitz einen voll funktionsfähigen Renner in Jugendgröße zukommen lässt.

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Die Mitgliedschaft für Kinder und Jugendliche bis zum 16. Lebensjahr ist übrigens kostenlos.

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