Der HRC beim Ötztaler Radmarathon

 

Mathias Grutke ist dieses Jahr unter besonders harten Bedingung beim legendären Ötztaler Radmarathon an den Start gegangen

VON MAREIKE KLINGENBERG | TITELBILD: © LUKAS ENNEMOSER / ÖTZTAL TOURISMUS

  • Der Ötztaler Radmarathon: 227km und 5100hm
  • Mathias‘ geplantes Ziel: Unter 10 Stunden fahren
  • Realität: Das durchgehend unberechenbare Wetter machte einen dicken Strich durch die Rechnung

Nach 8 Stunden Fahrzeit von Hildesheim nach Sölden sind wir gemütlich im HRC-Caddy angekommen. Die erste Nacht verbrachten wir noch in einer anderen Unterkunft, bis wir erholt am folgenden Tag ins eigentliche Hotel „Sunny Sölden“ eincheckten. Das Hotel war super. Essen, Wellnessbereich und Top-Zimmer – alles passte perfekt! Die Sonne schien warm und wir machten uns zu unserer ersten Tour aufs Timmelsjoch auf. Ein herrlicher Anstieg mit kaum Autoverkehr – landschaftlich ein Traum! Oben angekommen wurde das legendäre Passfoto geschossen. Dann ging es auch schon wieder ca. 25km hinab. Insgesamt kamen wir dann auf schlappe 48km bei 1400hm.

Leider wurde diese Tour auch schon die letzte des Urlaubs, denn ab dem Folgetag bis zur Abreise durchkreuzte ununterbrochener Regen unsere Pläne. Sie wurden somit kurzerhand geändert – wir sind ja flexibel… ☺️🤭 Nun standen: Wanderungen, Seilbahnfahren, Thermenbesuche und auch alternativ eine Autofahrt rauf aufs Timmelsjoch zum Kaiserschmarren essen an. Hier oben gibt es wohl den besten, den wir je gegessen haben. Zwischendrin immer mal wieder Richtung Himmel geschaut – der Regen wurde nicht besser und dichter Nebel zog sich bereits um die Berge…

Der Tag X bzw. Tag Ötzi näherte sich: Es war sehr kalt am Morgen, dafür aber kein Regen und somit ein „trockener Start“. Mathias wählte mit Absicht seine Startposition etwas weiter hinten aus. Besser kein Risiko eingehen! Die Straßen waren immer noch nass. Dann der Startschuss und alle Fahrer setzten sich so langsam in Bewegung. Zunächst ging es runter nach Ötz. Auf dem Weg dorthin lagen schon die ersten Starter auf der Straße und Helfer des ersten Krankenwagens versorgten erste Verletzte.

Dann folgte Anstieg Nr. 1: Das Kühtai bei Regen hoch und natürlich im Regen runter. Dort fing dann irgendwann plötzlich das Rad von Mathias‘ Vordermanns an zu schlackern. Um keinen Massensturz auszulösen, „rettete“ er sich reflexartig rechts in die Wiese und lag nun dort mitsamt Rad. Einige Minuten musste er sich sammeln, bevor es weiter den Berg hinab ging. Viele Fahrer hatten am Kühtai den Marathon schon abgebrochen und kamen ihm so bergaufwärts entgegen.

 

 

Im Anschluss ging es runter nach Innsbruck, dann 38km den Brenner hoch. Wetterbedingungen: sonnig und trocken. Die Abfahrt war hier teilweise trocken, stellenweise aber immer noch ziemlich nass. Kaum unten in Gasteig angekommen, lief es 4km flach. Zu früh gefreut! Denn daraufhin galt es, den Jaufenpass mit 20km Anstieg zu bezwingen. Sonne und heftige Regenschauer wechselten sich permanent ab. In Sankt Leonard angekommen ging es direkt über in den finalen Anstieg: das Timmelsjoch. Der Weg zum Gipfel war hier immer noch feucht und müßig. Die nassen Radklamotten und durchweichten Schuhe machten insgesamt alle Anstiege härter, als unter trockenen Bedingungen. 31km ging es anschließend bergauf und dann wieder in eine nasse Abfahrt.

Nach 12 Stunden und 12 Minuten erreichte Mathias, durchgefroren und zitternd den Zielbereich. Als er unter der Rettungsdecke steckte, die ihn offenbar schnell wärmte, sagte er als erstes: „2019 fahre ich den Ötzi unter 10 Stunden!“ Ich hab schon einen total crazy
Freund… 😊😍👍

Liebe Grüße von Mathias & Mareike


PS: Für 2019 planen wir den Sommerurlaub in Sölden bzw. sind die Tage um den Ötztaler Radmarathon auch dort anzutreffen – natürlich unter Vorbehalt. Falls sich jemand aus dem Verein anschließen möchte, (Radurlaub bzw. Marathon) freuen wir uns sehr über Gruppenzuwachs. 😀💪

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