Neue Rennräder für unseren Nachwuchs!


Für sie läuft’s in Zukunft rund – NP Artikel vom 21. März 2018

VON NILS OEHLSCHLÄGER | FOTOS: PETROW

HANNOVER. Neun Monate lang hat Bennet Nakajew intensiv trainiert. Zweimal pro Woche überwindet der Zwölfjährige aus Misburg mit seiner Trainingsgruppe vom Hannoverschen Radsport Club (HRC) die 50 Kilometer lange Übungsstrecke auf seinem Fahrrad, dazu kommt noch Krafttraining. Nun fühlt er sich bereit für den Wettbewerb. „Ich will jetzt in der Altersgruppe U 15 fahren“, sagt der junge Radsportler, der seinen Vorbildern von der Tour de France nacheifern will. Aber er darf es nicht. Das Problem ist sein Fahrrad, ein sogenanntes Cyclocross- Rad mit dicken Reifen und Scheibenbremsen. Und diese Bremsen sind in dem Wettbewerb nicht zugelassen. Deshalb kann Bennet mit diesem Rad nicht durchstarten.

Dass junge Nachwuchsradler wie Bennet ein eigenes Rennrad besitzen, ist eher ungewöhnlich. Denn die Anschaffungskosten für ein professionelles Sportgefährt sind relativ hoch. Da Eltern wegen des teuren Zubehörs zögern könnten, ihre Kinder bei einem Radsportverein anzumelden, hat der HRC für seinen Nachwuchs Leihräder parat. Für zehn Euro im Monat können die jungen Radrennfahrer ihr Gefährt auch mit nach Hause nehmen. „Wir sehen es als unsere Aufgabe an, junge Leute an den Radsport heranzuführen“, sagt HRC-Chef Ingvar Vollprecht.

Eines dieser Leihräder fuhr der zwölf Jahre alte Albrecht Drewes aus Buchholz. Doch ganz glücklich ist er mit seinem Rennrad nicht geworden. „Wenn ich im Stehen fahre, stoße ich manchmal mit den Knien an den Lenker“, sagt er. Das Gestell wurde ihm zu klein, doch andere Räder konnte der Verein nicht mehr auffahren. So wurden die längeren Strecken für den Zwölfjährigen ziemlich unbequem. „In jungen Jahren müssen Radsportler alle zwei bis drei Jahre ein neues Rad bekommen“, erklärt Vollprecht.

Oft habe sich der Verein mit gebrauchten Rennrädern aus dem Internet oder gespendeten Rädern beholfen, um den Bedarf zu decken, berichtet der Vorsitzende. Doch nun ist der HRC an seine Grenzen gestoßen. Denn mit den neuen Jugendtrainern Simon Teves und Jakob Schlenkrich kamen im vergangenen Jahr zehn neue Jugendfahrer zum HRC, von denen einige ein Rad benötigten. Aber es waren keine brauchbaren Räder mehr da. Ein Fall für die NP-Sportstiftung!

Mit einer Hilfssumme von 2000 Euro konnte der Radsportclub zwei komplett neue Räder für seine jungen Sportler anschaffen. Albrecht und Bennet probierten diese gleich einmal aus. „Die funktionieren gut“, sagt Albrecht. Sein altes und inzwischen zu kleines Fahrrad hat er dem Verein zurückgegeben: „Jetzt ist es viel besser.“ Auch Bennet ist begeistert. „Das hat Spaß gemacht“, sagt er nach der ersten Probefahrt. Vollprecht freut sich besonders über die robusten Rahmen der Räder: „Die halten auch gut was aus.“

Jetzt stand der erste Härtetest der neuen Räder an: am Sonntag bei einem Wettkampf für alle Altersgruppen in Herford. Da sein neues Rad mit den richtigen Bremsen ausgestattet ist, durfte auch Bennet dort an den Start gehen. Auch am kommenden Wochenende wollen die jungen Radsportler beim Radrennen in Hainholz in die neuen Pedale treten.

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