2011 sollte endlich wieder eine Teambildungsmaßnahme stattfinden, damit die Nachwuchsfahrer sich noch besser kennen lernen und so mit viel Teamgeist und Motivation in die Saison 2012 starten können!
Eigentlich sollte die Maßnahme erneut nach Hahnenklee führen, wo der Verein bereits vor 3 Jahren einmal war. Allerdings hatte die Jugendherberge in Hahnenklee ein Problem mit der Warmwasserversorgung, sodass wir nach Goslar umquartiert wurden. Weder dies, noch der frühe Start am Montagmorgen, den 24.10.2011 um 9:00 Uhr konnte die gute Laune zunichte machen.
Mit insgesamt 2 Bullis, 9 Fahrern und 2 Betreuern in Form von Cora und dem FSJ’ler Burkhard, der irgendwie aber auch zu den Fahrern gehörte.
Angekommen in Goslar wurde erstmal eingecheckt, bevor es im Anschluss eine kleine Stadtbesichtigung mit Mittagessen gab. Und da auch immer ein wenig Kultur sein muss, beschlossen wir, die Kaiserpfalz in Goslar zu besichtigen, wo wir unter anderem etwas über 3D-Gemälde von vor mehreren hundert Jahren erfuhren!
Um uns ein wenig von der Kultur zu erholen, spielten wir auf dem Jugendherbergseigenem Fußballplatz eine schöne Partie Fußball und merkten dabei deutlich, dass wir doch besser beim Radfahren bleiben sollten und keine Fußballstars mehr werden.
Der schöne erste Tag wurde abgerundet durch die Anprobe der Trikots unseres neuen Trikotherstellers Redvil. Nachdem jeder die Gelegenheit hatte die Trikots, Hosen und Einteiler anzuprobieren und alle Fragen zu den Trikots geklärt wurden, schlossen wir den Abend mit einer spaßigen Runde bei einem Gesellschaftsspiel ab, welches bis in die Nacht dauerte.
Am Dienstag durften wir uns erstmals über das die frühen Frühstückszeiten einer Jugendherberge freuen, sodass wir schon kurz vor 8 Uhr morgens aufstehen mussten. Dies gelang dem U17er Zimmer deutlich besser als den älteren aus dem U19/U23 Zimmer.
Nachdem schlussendlich doch alle ausgiebig gefrühstückt hatten ging es auf zur Tropfsteinhöhle in Bad Grund. Dort wurde der letzte Rest Wissensdurst gestillt, sodass wir nach dem Mittagessen in der Jugendherberge dann endlich das spaßige Programm beginnen wollten. Geplant war eine schöne Runde Minigolf, jedoch wurde nicht bedacht, dass die Minigolfsaison bereits vorbei war. So mussten wir schnell ein Alternativprogramm bestimmen, welches dann Kino hieß. Nach einem teilweise gruseligen Film über die Ausbreitung einer Seuche ging es zurück zur Jugendherberge, wo wir nach dem Abendessen eine schöne und lange Runde Poker spielten. Cora, die das Spiel an diesem Tag erst erklärt bekommen hatte, konnte sich nach gefühlt 5 Stunden durchsetzen und die Partie für sich entscheiden.
Am Mittwoch sollten dann die ersten geplanten Einzelgespräche mit den Fahrern stattfinden. Denn in der Woche sollten die Fahrer neben viel Spaß aber auch ein paar ernste Gespräche mit Cora und Burkhard führen, um die Saison 2012 besser planen zu können. Die Gespräche wurden vorher in Hannover von dem Trainerduo Burkhard und Marcin, der leider aus beruflichen Gründen nicht an der Fahrt teilnehmen konnte, akribisch vorbereitet.
Während immer ein Fahrer zum Gespräch gebeten wurde, konnten die anderen ihre Zeit frei nutzen, ohne jedoch den Teamgedanken dabei zu verlieren. Das klappte ausgezeichnet!
Bis zum Mittag wurden einige, jedoch nicht alle, Gespräche geführt.
Nach dem Mittag sollte es dann wieder spaßig werden und wir fuhren in das Erlebnis-Schwimmbad nach Bad Lauterberg. Neben Whirlpool, Wellenbecken und der Wasserrutsche mit Zeitmessung, gab es auch eine Saunalandschaft, in der sich zum Ende des Schwimmbadbesuchs alle entspannen konnten.
Am Abend wurden nach dem Grillen zum Abendessen dann die Einzelgespräche weitergeführt, während der Rest der Gruppe sich gemeinsam einen schönen Abend machte. Die Einzelgespräche gingen bis in die tiefe Nacht hinein!
Am nächsten morgen war es nach einer, besonders für die Betreuer und Ingvar, kurzen Nacht schon Donnerstag. Dieser Tag sollte das absolute Highlight der Fahrt werden. Zuerst stand ein Besuch des Bikeparks in Hahnenklee auf dem Programm, also endlich mal wieder Fahrrad fahren, wenn auch ein wenig anders, als wir das bisher kannten. 200mm Federweg, Stollenreifen und 20kg Fahrradgewicht waren wir so nicht gewohnt. Aber zum Downhillen genau richtig!
Damit wir an dem Tag auch fahrtechnisch etwas lernen konnten, haben wir uns den Downhillweltmeister der Master von 2010, Stephan Mangelsdorff und eines der größten Downhilltalente Deutschlands Jasper Jauch, beide aus Hannover stammend, eingeladen, damit die uns beibringen, wie man richtig bergab durchs Gelände fährt.
Nachdem einige anfangs sehr skeptisch waren und großen Respekt vor den felsigen und mit sehr vielen Wurzeln gespickten Strecken hatten, konnten nach einige Zeit alle die Abfahrten genießen und sich freuen, dass es einen Lift gab, sodass man mit dem schweren Rad den Berg nicht wieder hoch fahren musste. Die am Ende doch zahlreichen Stürze, bei denen dank der Protektoren, die wir alle trugen, nichts schlimmes außer ein paar Schürfwunden passierte, wurden in einer Punkteskala des Weltmeisters festgehalten.
Gegen Ende des Downhilltages konnten wir feststellen, dass alle ihre anfänglichen Ängste ablegen konnten und, dass Anton die meisten Punkte für Stürze sammeln konnte!
Am Abend gab es dann noch etwas, wovon wahrscheinlich jeder Radfahrer schon mal geträumt hat. Richtig: Ein Besuch im XXXL-Restaurant in Lautenthal. Wir mussten und zwischen 1kg-Schnitzel, 2m Currywurst und 30cm-Riesenburger entscheiden. Dazu gab es Cola aus einem 5 Liter Eimer. Alle waren sehr motiviert, ihre Portion auch zu bewältigen, was am Ende Jonas und Lukas am besten geschafft haben, indem sie in nur 30min ihre Riesenportionen vertilgten. Andere hatten da schon mehr Probleme und mussten letztendlich aufgeben…
Der Abend wurde erneut mit Gesellschaftsspielen und einem abendlichen Beisammensitzen beendet.
Der nächste Morgen begann bei den meisten mit einem spärlichen Frühstück, da alle Mägen noch vom Vorabend gefüllt waren!
Nach dem Auschecken gab es dann noch einen kleinen Spaziergang im Harz, bevor dann die Rückreise angetreten wurde und wir alle glücklich, aber auch erschöpft gegen 13 Uhr am Clubhaus zurück waren.
Links:
Jonas Bokeloh auf Platz 341 in der Royal Food Fight Rangliste
Unser Downhill-Lehrmeister Stephan Mangelsdorff
Unser Downhill-Nachwuchs-Lehrmeister Jasper Jauch
Burkhard Schlenkrich




